Abenteuer Weltumrundung

Von Antje Blinda

Coz-Ausstoß: null. Geplante Strecke: einmal um die Welt. Endlich wird der Traum von Louis Palmer wahr: Der Schweizer startet mit seinem Auto, das mit Sonnenenergie fährt, zur Weltumrundung. Er will damit zeigen, dass Autofahren auch geht, ohne der Umwelt zu schaden.

Entwickelt für mich ein Fahrzeug für eine Weltreise, die mit Sonnenenergie fährt, forderte Louis Palmer Studenten an Schweizer Universitäten auf. Das war vor drei Jahren. Heute ist das Auto fertig: ein dreirädriges Fahrzeug mit zwei Sitzplätzen. Und die Weltreise? Am 3. Juli starten er und sein 7-köpfiges Team in Luzern: Das Auto soll als erstes Solarfahrzeug die Welt umrunden

Die ganze Welt wartet auf revolutionäre Erfindungen für ein umweltbewusstes Auto, sagt der Schweizer, ich will darauf aufmerksam machen, dass die technischen Lösungen schon jetzt vorhanden sind. Mit 14 Jahren hatte Louis den Entschluss gefasst. Gegen die Veränderung des Klimas muss etwas getan werden. Die Lösung hatte er auch schon: Mit kräftigen Strichen zeichnete er ein Rennauto, verziert mit lachendem Sonnen. Der Rest war nur eine Frage der Organisation und der konsequenten Lebensplanung. Ich unterteile mein Leben in drei Phasen, sagt Palmer und lacht über sich selbst: zwischen 20 und 30 die Welt kennen lernen, zwischen 30 und 40 die Welt Aufmerksam machen und zwischen 40 und 50 die Welt verändern.

Phase eins begann mit 23 Jahren: Er zog aus, um 50 Länder auf allen Kontinenten zu bereisen: Anstatt an die Uni zu gehen, habe ich die Welt studiert. Mit dem Fahrrad fuhr er von Kenia nach Kapstadt, mit einem Segelflugzeug überflog er Südamerika und als Fotograf reiste er mehrmals nach Afghanistan.

Phase zwei startete vor drei Jahren: Palmer konnte Studenten von vier Universitäten gewinnen, die für ihn das Auto bauten. Schwierig war es aber, Firmen und private Sponsoren für die finanzielle Unterstützung zu finden, meint Palmer. Doch auch das hat dann schließlich geklappt.

Nun ist Palmer bereit für die Tour. Ich habe keine Ahnung, was auf uns zukommt, sagt der erfahrene Globetrotter, der sechs Sprachen spricht. Ich habe schon etwas Angst, z.B. vor dem Straßenverkehr in Millionenstädten oder unvorhersehbaren Zwischenfällen. Das Schlimmste ist aber, wenn jeder Tag wie der andere ist. In den nächsten 16 Monaten wird es dazu nicht kommen.

1. Mit 23 Jahren wollte Louis Palmer

2. Sein Projekt konnte Palmer realisieren,

3. Schon als Jugendlicher

4. Palmers Auto

5. Louis Palmer

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