SPEYER. Mit dem Fragebogen in der Hand marschieren die Grundschüler durch das Historische Museum in Speyer. Wie heißt doch noch mal der, der die Maus gezeichnet hat? Fragt Anna. Lisa entdeckt den Namen neben dem Zeichenpult. Friedrich Streich kritzelt sie auf ihr Blatt. Allerdings erst, nachdem sie sich bei einem erwachsenen Ausstellungsbesucher vergewissert hat, dass diese Information auch richtig ist.
Maus Oleum heißt die Ausstellung im Jungen Museum, die sich mit einem Stück Fernsehgeschichte beschäftigt. Sie zeigt über 30 Jahre von der Geschichte der Sendung mit der Maus. In den farbenfrohen Räumen wird gezeigt, was und wer hinter den Lach- und Sachgeschichten steckt. Eine Weltkarte beweist, dass die Maus international bekannt ist. Kaum ein Land, in dem die beliebte Kindersendung nicht zu sehen ist.
Die orangefarbene Maus erklärt die Welt, indem sie selbstverständlich gewordene Dinge hinter fragt. Mit welchen Mitteln dies geschieht das zeigt die Ausstellung. Was steckt in einer Parkuhr? Wie funktioniert eine Luftpumpe? Woraus wird Creme gemacht? Wie kommen die Löcher in den Käser? Mit solchen und anderen Fragen verblüfft und fasziniert die Maus auch ihre großen Zuschauer, die sich schlagartig daran erinnern, dass sie einst entscheiden neugieriger waren. Wie Detektive, die im Auftrag der Kinder ganz genau hingucken, gehen die Macher an jede Sendung heran. Sie wollen genauso viel wissen und verstehen wie die Kinder selbst Deshalb wird zum Beispiel die Parkuhr einfach aufgeschraubt oder das Innere einer Fahrradpumpe gezeigt.
An Vorschlägen, was die Maus erklären könnte fehlt es nicht. Woche für Woche kommen Briefe aus aller Welt. Einige davon sind auch in der Ausstellung zu lesen. Liebe Maus heißt es da. Wir sind heute an einem Druckzentrum vorbeigefahren. Bitte sage uns doch wie eine Zeitung gemacht wird Seit 1971 ist die Maus aktiv: Sie reist in die Vergangenheit oder blickt in die Zukunft sie beantwortet Fragen und lässt Kinder aus verschiedene Ländern selbst erzählen . Auch schwierige Themen wie Politik sind dank der Maus kinderleicht zu verstehen.
Überall da, man in der Ausstellung etwas anfassen ausprobieren kann, wo kleine und große Geheimnisse gelüftet werden, dort staunen die kleinen Besucher. Bilder werden zum Laufen gebracht, Töne erzeugt und Kamers getestet.
Die Maus ist inzwischen auch bei Künstlern beliebt. Sie ist auf Bildern, Postkarten und Plakaten auf der ganzen Welt zu sehen. Schöner aber sind die kleinen Kunstwerke aus Kinderhand, die die Fernsehmacher im Laufe der Jahre gesammelt und Papier bunte Bilder und sogar ein Puppen Theater ganz aus Pappe – alles für die Maus
Die Ausstellung in Speyer ist noch bis zum 27 Oktober geöffnet. Dienstags bis sonntags von 10 bis 18 mittwochs bis 20 Uhr.