Lesen Teil 1 - Umwelt
Sie sind eine gut funktionierende Gemeinschaft mit einer Vision: Schon seit den 80er Jahren leben Mitglieder des „Tauschrings Harmelsdorf e.V; vor, wie man nachhaltig mit Ressourcen umgehen kann und dadurch die Umwelt schont, Tauschen, nicht wegwerfen ist das Motto dieser Initiative - die damals als eine der ersten dieser Art in Deutschland noch belächelt wurde, heute aber viel Lob und Anerkennung bekommt. Ob Küchengeräte, Bücher oder auch Kleidungsstücke, die man nicht mehr anzieht: Was ungenutzt, findet bei jemandem Verwendung, der noch etwas damit anfangen kann. Getauscht werden nicht nur Güter, sondern auch Dienstleistungen. Eine der Voraussetzungen für das Gelingen: „Die Dienstleistungen dürfen nicht in Konkurrenz zum Handwerk stehen", erklärt Tauschring- Mitglied Kati Jago. Besonders gefragt seien Fahrdienste, etwa zum Arzt. Ihre monatlichen Zusammenkünfte an der Rathausstraße sind für die derzeit 30 Vereinsmitglieder viel mehr als bloße Tauschtreffs: „Man darf den Faktor Mensch nicht unterschätzen", sagt Kati Jago. Denn beim Tauschen zählte auch das soziale Miteinander.
Man gönnt sich ja sonst nicht. Und schon ist die Einkaufstüte voll und das Konto leer. Macht das glücklich? Oder wieso sonst kauft man mehr, als man eigentlich geplant hat? Ein Einkauf kann sich ähnlich anfühlen wie eine Belohnung, sagt der Psychologe Daniel Stüber. Denn dabei würden Glückshormone ausgeschüttet. Manchmal könne das sogar in einem Kaufrausch enden. Denn das Glücksgefühl, das Konsumenten beim Kaufen erleben, könne sie dazu anregen ' immer mehr Geld auszugeben. Doch die Ernüchterung folge oft schnell, warnte: Denn wer später merke, wie teuer das alles Gewesenes, schütte Stresshormone aus. Dies könne zu Schlafstörungen und schlechter Laune führen Langfristig lässt sich so die eigene Lebenszufriedenheit also gewesen nicht steigern.
Geklickt gekauft, zurückgeschickt: Kunden nutzen im Online-Handel gerne die Möglichkeit, waren innerhalb einer bestimmten Frist Kostenlos zurückzusenden. Vor allem im Modehandel steigt die Zahl der Rücksendungen immer weiter an. Oft bestellen Kunden gleich mehrere Modelle in unterschiedlichen Grüßen.um sie zu Hause in Ruhe anzuprobieren. Die Kosten für die Retouren trägt der Anbieter. Dennoch lohnt sich für die Online Händler das Geschäft. Die zurückgegebene Kleidung kann zum Beispiel oft so aufbereitet werden, dass sie erneut zum Verkauft angeboten werden kann. Rücksendungen werden sich im Online -Handel nie ganz vermeiden lassen. Erklärt Birgit Steinköhler vom Bundesverband Online-Handel. Dennoch ist es möglich, dass sich ihre Anzahl in Zukunft senken lässt. Dies wünschen natürlich auch die Online -Verkäufer und suchen nach neuen Möglichkeiten: etwa detailliertere Produktinformationen oder neue Technologien, die die individuellen Maße der Kunden ermitteln. Dennoch: Rücksendungen werden im Online-Handel wohl immer zum Geschäftsmodell gehören.
Keine Lust mehr auf die Konsum-Gesellschaft? Dann könnte es ein erster Schritt sein, den Lieblingspulli zu stopfen statt zu entsorgen oder den alten Wecker von Oma noch mal zum Laufen zu bringen. Ob Fahrrad, Fernseher oder Smartphone - man muss bei Defekten nicht gleich alles wegwerfen. In sogenannten Repair-Cafés können defekte Gegenstände unter fachkundiger Anleitung wieder instandgesetzt werden. Damit schonen wir die Umwelt und den Geldbeutel", erklärt Thomas Rederitz, Inhaber eines solchen Reparaturcafés. Repair-Cafés verstehen sich als Initiative gegen die Wegwerfmentalität. Da viele Firmen keinen Reparaturservice mehr anbieten, muss vieles aufwendig entsorgt werden, sagt Rederitz. Dass sie nicht immer nötig., Manchmal ist ja auch nur eine Schraube lecker, oder es fehlt ein kleines Bauteil, das leicht ersetzt werden kann. „Im Reparaturcafé wir gemeinsam gewerkelt, geschraubt, genäht, gebastelt - und auch gelacht und geredet. Die Reparatur wird in jedem Fall sachgerecht durchgeführt; Denn zu dem freiwilligen Mitarbeiter von Repair-Cafés gehört Handwerksmeister der unterschiedlichsten Fachrichtungen.
Viele Menschen sind erstaunlich großzügig: Sie machen anderen gern Geschenke, spenden Geld für gute Zwecke oder opfern Zeit für ehrenamtliche Tätigkeiten. Aber was motiviert sie dazu? Die Wissenschaft liefert ganz unterschiedliche Erklärungsansätze. Eine Erklärung lautet, dass großzügige Menschen auf Gegenseitigkeit hoffen: Wer viel gibt, bekommt auch viel zurück. Eine Studie konnten nun aber zeigen, dass die Antwort vielleicht ganz einfach ist: Großzügigkeit mache eben glücklich. Dies fanden Forscher der Universität Lübeck heraus, Dieses enge Verknüpfung zwischen großzügigem Verhalten und Glücksgefühl zeige sich auch in Gehirn. So aktivieren ein solche Verhalten ein Hirnareal, das eng mit unserem Erholungszentrum verknüpft ist. Das Ergebnis ihrer Studie könne weitreichende Folge für die Gesellschaft haben. Wer glücklicher werden möchte, könne sich diese neuen Erkenntnisse zunutze machen: Denn wer für andere da ist, tut auch etwas für das eigene Wohlbefinden.
Gemeinsam kaputte Geräte retten.
Kaufsucht überwinden - diese Möglichkeiten gibt es.
Neue Besitzer für nicht mehr gebrauchte Gegenstände.
Reparatur alter Haushaltsgeräte lohnt oft nicht.
Rücksendungen verderben Online-Händlern das Geschäft.
Rücksendungen verringern: Händler hoffen auf Lösungen.
Studie zeigt, welche Geschenke glücklich machen.
Verein mit Preis für Umweltschutz ausgezeichnet.
Volle Einkaufstüten machen nur kurze Zeit Freude.
wer Engagement zeigt, steigert sein Glücksgefühl.
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