Lesen Teil 1 - Inseln
Die Shengsi-Inseln liegen im Ostchinesischen Meer. Nicht einmal 20 der rund 400 Inseln sind bewohnt, und manche, auf denen einst Menschen lebten, wurden wieder verlassen. Ein altes Dorf auf der nun unbewohnten Insel Shengshan ist zu einer Sehenswürdigkeit geworden. Die ehemaligen Bewohner haben das Fischerdorf auf dem viereinhalb Quadratkilometer großen Insel längst verlassen. Sie sind aus wirtschaftlichen Gründen auf das Festland gezogen, da es dort einfacher für sie ist, ihren Fischfang zu verarbeiten und zu verkaufen. Das Dorf jedoch, dass sie zurückgelassen haben, ist in kürzester Zeit von der Natur zurückerobert worden. Farne und Gräser überwuchern Häuser und Wege. Die Grenzen zwischen den von Menschen geschaffenen Gebäuden und dem umgebenden Urwald verschwinden: Mauerwerk, überwuchert von wildem Wein; Grün, soweit das Auge reicht. An diesem Ort lebt keine Menschenseele mehr.
Der Reiseveranstalter TOURIMARS hat kürzlich eine Befragung durchgeführt, um herauszufinden, welche Inseln in Europa unter Reisenden besonders populär sind. Laut dieser Umfrage führt die griechische Insel Santorin die Liste an. Auf Platz zwei steht Madeira, die grüne Insel im Atlantik. Mit Kreta und Zakynthos schaffen es an dritter und vierter Stelle noch zwei weitere griechische Inseln in die Liste – übrigens wird die Attraktivität griechischer Inseln auch in anderen Umfragen bestätigt. Platz fünf nimmt die Badeinsel Fuerteventura ein. Rang sechs geht an die britische Kanalinsel Jersey. Mallorca folgt auf Platz sieben, gefolgt von der italienischen Insel Capri und der Kanareninsel Teneriffa. Gerade noch in die Top Ten schaffte es auch die französische Mittelmeerinsel Korsika, die sowohl für Wanderer als auch für Badeurlauber interessant ist. Für die Umfrage wurden Erfahrungsberichte von Urlaubern über einen Zeitraum von 12 Monaten ausgewertet. Sie bewerteten dabei die Hotels, Restaurants und Sehenswürdigkeiten der besuchten Inseln.
Das ostfriesische Memmert ist für seltene Vögel reserviert. Auf der Düneninsel, die vor ein paar Jahrhunderten aus der Nordsee aufgetaucht ist, leben Zigtausende von Vögeln. Nur der Inselvogt lebt zeitweise dort. Von Anfang März bis Ende Oktober ist der Forscher das einzige menschliche Wesen auf der kleinen Vogelschutzinsel im Wattenmeer. Im Auftrag des Landes Niedersachsen ist der Inselvogt für den Schutz von Natur und Vögeln auf Memmert zuständig. Von Mai bis Ende Juli ist Brutzeit auf der Insel. 100.000 Tiere, Vertreter von 60 verschiedenen Vogelarten, kommen Jahr für Jahr zum Brüten nach Memmert. Während dieser Zeit besteht ein absolutes Betretungsverbot – ausgenommen für Personen, die in Seenot geraten sind oder eine schriftliche Genehmigung haben. Ab August, dem Ende der Brutzeit, haben auch Urlauber für kurze Zeit die Chance auf einen Besuch, aber ausschließlich im Rahmen einer geführten Expedition. Nur mit einem Experten dürfen sie die Düneninsel im Wattenmeer erkunden.
Die südamerikanischen Galapagosinseln locken nicht mit weißen Sandstränden und Palmen. Dennoch sind sie das Ziel so mancher Reisesehnsüchte. Für viele Menschen gelten die fernen Inseln als eine Art Paradies. Und tatsächlich kommt man wohl nirgendwo sonst ungezähmten Tieren so nahe wie auf diesen Inseln: Auf den unbewohnten Galapagosinseln verhalten sich die Tiere so, als gäbe es keine Menschen. Für die Besucher ist dabei die Zutraulichkeit der Tiere genauso faszinierend wie für die Entdeckungsreisenden früherer Jahrhunderte. Diese Zutraulichkeit haben sich die Tiere aufgrund des Fehlens natürlicher Feinde auf den Inseln bewahrt. Man kann das ganze Jahr über zu den Galapagosinseln reisen. Die bewohnten Inseln kann man dabei ganz gut allein besuchen. Anders sieht es bei den unbewohnten Inseln aus. Hier lassen die Behörden seit einigen Jahren nur eine begrenzte Zahl an Schiffen zu, und ohne Führer ist das Betreten nicht erlaubt. Die Inseln und ihre Tiere bleiben sich selbst überlassen, damit das Naturparadies auch weiterhin erhalten bleibt.
Dass Elefanten in Thailand teurer sein können als ein 3er-BMW in München, liegt an ihrem enormen wirtschaftlichen Potenzial: Sie sind eine der Hauptattraktionen der thailändischen Tourismusindustrie. Jeder dritte Besucher des Landes möchte mit Elefanten in Kontakt kommen oder hat das bereits getan, wie eine Umfrage einer Tierschutzgruppe zeigt. Die Organisation schätzt, dass in dem Land mehr als 2000 Elefanten im Einsatz sind, um die Nachfrage der Urlauber zu bedienen – so viele wie in keinem anderen Land der Welt. Was für die Besitzer ein gutes Geschäft ist, steht immer häufiger bei Tierschützern in der Kritik: Elefantenreiten sei die grausamste Tierattraktion der Welt. Sie sprechen von einer lebenslangen Qual für die Elefanten. Mehr als 100 Reiseveranstalter haben solche Angebote schon aus ihren Katalogen gestrichen. Dies feiern Tierschützer als Sieg: "Elefanten sind Wildtiere, keine Entertainer." Dass die Lebensbedingungen der Tourismuselefanten nicht artgerecht sind, ist bekannt. Doch selbst wenn sie nicht mehr als Einnahmequelle dienen, wird das an ihren Lebensumständen wenig ändern.
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