Lesen Teil 1 - Licht
Heute machen die elektrische Beleuchtung in Wohn Häusern, Straßenlaternen, Ampeln, Neonreklame und Scheinwerferlicht draußen die Nacht fast zum Tag. Vor der Erfindung der Elektrizität war das anders. Der Arbeitsalltag der Menschen wurde von den Jahreszeiten und vom Tageslicht bestimmt. Gearbeitet wurde von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Danach war Beleuchtung nur mit anderen Hilfsmitteln wie z. Feuer, Kerzen und Petroleum möglich Das Museum für Dorfkultur in Weinheim zeigt in einer Sonderausstellung, wie sich das Landleben früher nach Einbruch der Dunkelheit abspielte. Man erfährt Zum Beispiel, wie man vor Erfindung des Streichholzes Feuer entfachte, Es geht um die Bedeutung der Kerzen im bäuerlichen Leben und darum, welche weitreichenden Umbrüche die Erfindung der Gasbeleuchtung und des elektrischen Lichts mit sich brachte.
Jahrelang zog es vor allem junge Berufstätige in die Großstädte -denn diese sind attraktiv, bieten umfang reiche Einkaufsmöglichkeiten und einen gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehr. Doch seit einiger Zeit beobachten Forscher eine gegenläufige Bewegung Immer mehr Menschen kehren den Metropolen den Rücken und lassen sich im Umland nieder wegen der Ruhe und der günstigeren Preise. Die Städte, die immer teurer werden, die Freiräume, die der ländliche Raum bietet, sowie die neuen Formen des digitalen Arbeitens begünstigen die Stadtflucht. Unter den neuen Landbewohnern finden sich einerseits Berufstätige, die ortsunabhängig arbeiten können, wie Programmierer, Journalisten oder Grafikdesigner, anderseits aber zum Beispiel auch Lehrer, Arzte und Handwerker, heißt es in der Studie. Die Wissenschaftler sprechen schon von einer Trendwende, die sich vor allem in den Ballungszentren Berlin, Hamburg. München, Frankfurt und Stuttgart abzeichnet.
Satellitenbilder der Erde bei Nacht zeigen ein strahlendes Lichtermeer, das sich fast durchgehend über den Globus erstreckt. Seit der Erfindung der Glühbirne steht Licht für Wohlstand und Fortschritt. Die Städte sind nachts hell erleuchtet nicht immer jedoch zum Wohle von Menschen und Umwelt: Denn zu viel Licht hat Folgen für Menschen und Tiere. An Straßenlaternen verenden jede Nacht Milliarden von Insekten, Zugvögel verlieren die Orientierung, und selbst der Mensch wird durch das Kunstlicht um einen gesunden Schlaf gebracht. Wissenschaftler sprechen bereits von einer massiven Lichtverschmutzung, Weltweit gehen Forscher jetzt der Frage nach, wie sich die Lichtflut auf ein gesundes Maß reduzieren lässt. Dabei arbeiten Physiker, Biologen, Mediziner und Ingenieure an der Beleuchtung der Zukunft an einem Licht, das weder Energie verschwendet noch unnötig den Nachthimmel erhellt, keine Insekten verenden und durch besondere Farbspektren auch den Menschen unbehelligt schlafen lässt. Denn es geht nicht darum, die Städte völlig dunkel zu machen. Es geht darum, sie nachhaltiger und intelligenter zu beleuchten.
vor zehn Jahren lebten Dirk und Antje Sebens noch in Mannheim, mitten in der Stadt. Dann kauften sie sich ein altes Forsthaus im Wald. Sie hatten es zufällig entdeckt, denn eigentlich hatten sie nur einen ruhigen Ort gesucht, um am Wochenende dem Stadtleben entfliehen zu können. Doch sie waren sofort von dem Haus begeistert, dass es dort weder Strom noch fließendes Wasser gab, schreckte sie nicht ab. Heute versuchen die beiden, so autark wie möglich zu leben, Die Solaranlage auf dem Dach liefert Strom, eigenes Holz die Wärme, der Brunnen vor dem Haus das Wasser, Im Sommer bauen Dirk und Antje Sebens Gemüse an, das sie für den Winter einwecken. Das nächste Dorf ist mehrere Kilometer entfernt und außer Besuchern verirrt sich höchstens mal ein Wanderer zu ihnen. „Die absolute Dunkelheit draußen in der Nacht war am Anfang sehr ungewohnt", erzählt Antje Sebens. Denn elektrische Straßenlaternen wie in der Stadt gibt es im Wald natürlich nicht. Bereut haben die beiden ihre Entscheidung nie. Noch immer empfinden sie es als großes Abenteuer, mitten in der Natur zu sein und auf viele Annehmlichkeiten zu verzichten.
Wer verbringt nicht gerne sein Wochenende fernab der Stadt? Im Grünen, wo es noch Wiesen und Schmetterlinge gibt und weder Staus noch Lärm. Viele zieht es gleich ganz aufs Land. Doch dort braucht man meist ein Auto. Wer nicht im Home-Office arbeiten kann, wird zum Pendler. Hinzu kommt, dass es in vielen Dörfern kaum noch Einkaufsmöglichkeiten oder Schulen gibt und der öffentliche Nahverkehr in ländlichen Grundschule Bewohner nicht ohne PKW auskommen können. Forscher haben errechnet, dass wir bis zu 87 Prozent der Emissionen aus unserer Alltagsmobilität einsparen können, wenn wir in verkehrstechnisch günstiger Lage wohnen, also am besten in der Stadt mit Einkaufsmöglichkeiten vor der Tür. Auch das Argument, das Wohnen auf dem Land sei günstiger, überzeugt immer weniger. Zwar waren dort früher Mieten und Baugrund auf dem Land vergleichsweise erschwinglich wird heute das Preisgefälle zwischen Stadt und Land immer flacher das Ergebnis könnte ernüchternd sein und das Leben in der Stadt attraktiver machen.
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