Lesen Teil 1 - Benzin
Aussteigen, tanken, wegfahren: Wenn die Benzinpreise steigen, ist wieder Hochsaison bei den Benzindieben. Früh morgens und abends schlagen sie besonders gerne zu. Viele setzen auf den Schutz der Dunkelheit. Vor Weihnachten und im Januar und Februar häufen sich die Fälle. Auch am Monatsende, wenn das Geld knapp wird, steigt die Zahl der Benzindiebstähle. Doch sparen lässt sich durch Benzinklau nicht. Fast alle Täter werden von der Polizei gefasst. Schließlich gibt es an jeder Tankstelle eine Kamera, die das Autokennzeichen aufgenommen hat. Tankwart Kurt Jochimsen aus Emden zeigt uns einen Fall aus seiner großen Videosammlung. Ein Wagen mit zwei Insassen fährt an die Zapfsäule. Der Fahrer tankt, seine Frau geht in den Shop. Sie kauft dort zwei Cola und bezahlt – aber nicht das Benzin. Der Mann hat inzwischen voll getankt und wartet im Wagen. "Hier sehen Sie: Die Frau kommt raus, steigt ein und das Fahrzeug fährt davon. Hinterher heißt es dann: Ich habe doch glatt vergessen, das Benzin zu bezahlen", erklärt Kurt Jochimsen. Bei der Polizei kennt man diese Ausreden. Polizeihauptkommissar Werner Knips: "Vergessen gilt nicht, es gibt immer eine Anzeige. Und dann wird es richtig teuer."
Viele Autofahrer, die in einen Unfall verwickelt sind, sind so aufgeregt, dass sie vergessen, was zu tun ist. Der Versicherungsexperte Klaus Lenhoff gibt die wichtigsten Tipps: 1-Unfallstelle absichern: Warnblinkanlage einschalten und Warndreieck in 100 Metern Entfernung aufstellen. 2-Rettung aus dem Gefahrenbereich: Alle Unfallbeteiligten aus dem Gefahrenbereich retten. Eingeschlossene befreien und Brände sofort bekämpfen. 3-Rettungskräfte informieren: Bei schweren Unfällen und wenn es Verletzte gibt, die Polizei (Ruf 110) oder die Rettungsleitstelle (Ruf 112) informieren. Dabei an "die fünf W's" denken: Wo ist es passiert? Was ist passiert? Wie viele Verletzte? Welche Verletzungen? Warten Sie auf Rückfragen. 4-Verletzten Hilfe leisten, zum Beispiel: Kontrolle von Atmung und Puls, Atemspende, stabile Seitenlage, Erkennen und Behandeln eines Schocks, Stillen von Blutungen. 5-Lokalisierung auf der Autobahn: Wo hat sich der Unfall ereignet? 6-Beweismittel sichern: Am besten Fotos oder eine Skizze von der Unfallstelle machen. 7-Verkehrsfluss wiederherstellen, also schnell die Fahrbahn räumen. 8-Name, Anschrift und Telefonnummern von Zeugen notieren. 9-Vorsicht bei Aussagen: Die Aufregung am Unfallort verleitet zu missverständlichen Äußerungen. Keine Aussagen unter Druck machen. 10-Versicherung des Unfallgegners ermitteln.
Hast du schon mal mit dem Gedanken gespielt, Pilotin zu werden? Nicht? Dann geht es euch wahrscheinlich wie den meisten Mädchen oder Frauen. Warum wollen eigentlich so wenige Frauen Pilotinnen werden? Nur weil der Beruf angeblich ein typischer Männerberuf ist? Wir haben eine Pilotin getroffen: Monique Bellin ist 39 Jahre alt, wohnt im Süden Frankfurts und ist Pilotin. "Schon seit früher Kindheit habe ich mich für die Fliegerei interessiert. Es hat mich schon immer fasziniert, dass es mit Hilfe technischer Mittel möglich ist, die Schwerkraft zu überwinden und die Welt aus der Vogelperspektive zu betrachten. Und irgendwann wollte ich diese Technik dann auch selbst beherrschen", so Bellin. Seit sie in diesem Beruf arbeitet, habe sich ihre Einstellung zu vielen Dingen verändert: "Ich bin toleranter als vor meinem 'Fliegerleben' – vielleicht weil ich versuche, mein Umfeld aus anderen Perspektiven zu betrachten. Auch meine Freizeit und meine Familie sind mir noch kostbarer geworden, seit ich in diesem Beruf tätig bin", erklärt sie. Hat sie noch Träume? "Aber ja!", sagt Monique Bellin: "Mit einem Shuttle ins Weltall fliegen, um die Erde als Kugel zu sehen und das Gefühl absoluter Schwerelosigkeit zu erleben."
Der Schweizer Louis Palmer hat eine Weltumrundung mit seinem "Solartaxi" fast abgeschlossen. Er habe bereits 47.000 km mit seinem Solarauto zurückgelegt, sagte Palmer bei einem Stopp in Paris. "Nun habe ich fast den ganzen Planeten umrundet, ohne einen Tropfen Benzin zu brauchen." Die Batterien des bis zu 90 Stundenkilometer schnellen Solarmobils können Energie für eine Reichweite von 400 km speichern. "Das Wetter spielt keine Rolle", sagte Palmer. "Es kann mehrere Tage in Folge regnen, ich fahre ohne Probleme weiter." Palmer war mit seinem dreirädrigen "Taxi" im Juli in Luzern gestartet. Seitdem hat er Europa, Asien, Australien, Neuseeland und Nordamerika durchquert. Er zieht einen Anhänger mit sechs Quadratmetern Solarzellen hinter sich her, und die Sonnenenergie treibt das Gefährt an. Seit dem Start ist das Solartaxi nur zwei Tage ausgefallen, weil ein Kabel beschädigt war. Gebaut wurde das innovative Fahrzeug von vier Schweizer Ingenieurschulen. Palmer hat auch Platz für Beifahrer: Neben ihm saßen schon berühmte Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Showgeschäft im "Solartaxi".
Die Bundesregierung und ihre Spitzenbeamten sind auf Dienstreisen gern mit dem Flugzeug unterwegs – aber nicht nur, wenn es um Fernreisen geht, sondern auch bei kurzen Inlandsreisen. Wie aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Frage eines Abgeordneten hervorgeht, gab die Bundesregierung im letzten Jahr 7,7 Millionen Euro für innerdeutsche Flugreisen aus. Fahrkarten der Bahn hingegen schlugen lediglich mit 3,2 Millionen zu Buche. Der Vergleich mit anderen Jahren zeigt aber, dass sich die meisten Politiker bemühen, immer häufiger vom Flugzeug auf die Bahn umzusteigen. Eine Ausnahme bilden das Kanzleramt (Flugkosten um 30 % erhöht gegenüber dem Vorjahr) sowie ausgerechnet das Ressort des Bundesumweltministers (plus 7 %). Vergleichszahlen für den erhöhten und gesenkten Benzinverbrauch für die Dienstwagen der Bundesregierung liegen noch nicht vor.
Benzingeld sparen: Tipp vom Tankwart.
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Einmal um die Welt ohne einen Tropfen Benzin.
Fliegen statt fahren.
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