Lesen Teil 1 - Licht (NEUE)

Heute machen die elektrische Beleuchtung in Wohnhäusern, Straßenlaternen, Ampeln, Neonreklamen und Scheinwerferlicht im Freien die Nacht fast zum Tag. Vor der Erfindung der Elektrizität war das anders: Der Arbeitstag der Menschen richtete sich nach den Jahreszeiten und dem Tageslicht. Gearbeitet wurde von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Danach war Beleuchtung nur mit Hilfsmitteln wie Feuer, Kerzen oder Petroleum möglich.
Das Museum für Dorfkultur in Weinheim zeigt in einer Sonderausstellung, wie sich das Landleben früher nach Einbruch der Dunkelheit gestaltete. Anhand der Hausarbeit erfährt man, wie mühsam es war, das Feuer ständig am Brennen zu halten, oder wie schwierig es war, in dunklen Räumen zu arbeiten. Die Ausstellung thematisiert die Bedeutung der wechselnden Lichtszenen und zeigt, wie sich Beleuchtung und elektrische Lichtquellen entwickelt haben.

Jahrelang zog es vor allem junge Berufstätige in die großen Städte. Dort fanden sie mehr Arbeitsplätze und ein vielfältigeres Freizeitangebot. Auf dem Land hingegen verschlechterte sich der öffentliche Nahverkehr, Schulen wurden geschlossen, Geschäfte gaben auf. Doch seit einiger Zeit beobachten Forscher eine gegenläufige Entwicklung: Immer mehr Menschen verlassen die Metropolen und ziehen zurück in ländliche Regionen. Sie schätzen die Ruhe, die Nähe zur Natur, die Hilfsbereitschaft der Nachbarn und die niedrigeren Mieten. So erlebt das Landleben eine Renaissance, während die Städte aufgrund der wachsenden Bevölkerung unter Wohnungsknappheit leiden.
Satellitenbilder der Erde bei Nacht zeigen ein strahlendes Lichtermeer, das sich fast durchgehend über alle Erdteile erstreckt. Seit der Erfindung der Glühbirne steht Licht für Wohlstand und Fortschritt. Die Städte sind nachts hell erleuchtet – nicht immer zum Vorteil von Menschen und Umwelt. Denn zu viel Licht hat Folgen für Menschen und Tiere. An Straßenlaternen verenden jedes Jahr Milliarden von Insekten, Zugvögel verlieren die Orientierung, und selbst der Mensch wird durch das Kunstlicht um einen gesunden Schlaf gebracht. Wissenschaftler sprechen bereits von einem massiven „Lichtverschmutzung“. Weltweit gehen Forscher jetzt der Frage nach, wie sich die Lichtflut auf den gesamten Organismus auswirkt. Dabei arbeiten Physiker, Biologen, Mediziner und Ingenieure eng zusammen. Ziel: ein neues, intelligentes Licht, das weder die Nachtruhe stört noch die Umwelt belastet.
Vor zehn Jahren lebten Dirk und Antje Seebens noch in Mannheim, mitten in der Stadt. Dann kauften sie sich ein Wochenendhaus im Wald. Als Antje es zufällig entdeckte, war sie sofort begeistert. „Plötzlich hatten wir einen eigenen Ort gefunden, an dem wir am Wochenende dem Stadtleben entfliehen konnten“, erinnert sich Dirk. Besonders gefiel ihnen, dass es dort weder Strom noch fließendes Wasser gab. Das war für sie ein Abenteuer. Heute verbringen sie dort so viel Zeit wie möglich. Im Laufe der Jahre bauten sie das Haus um. Das Dach liefert Strom, eingesammelt durch eine Solaranlage. Die Brunnen auf dem Grundstück versorgen sie mit Wasser.
Wer verbringt nicht gerne sein Wochenende fernab der Stadt? Im Grünen, wo noch Wiesen und Schmetterlinge zu finden sind, wo Wälder rauschen und Bäche fließen. Genau das tat auch Dirk: Dort braucht man nicht einmal ein Auto, um die Natur zu erleben. Für viele Stadtbewohner ist es die beste Möglichkeit, für kurze Zeit dem hektischen Alltag zu entkommen. Besonders Familien mit Kindern schätzen es, wenn sie ihre Freizeit in der Natur verbringen können. Untersuchungen zeigen, dass ein Aufenthalt im Grünen den Stress abbaut, die Konzentration fördert und die Gesundheit stärkt. Immer mehr Großstädter suchen daher Erholung in der Natur.
Der Wald als neues Zuhause.
Die Auswirkungen künstlichen Lichts.
Landbewohner fordern besseren öffentlichen Nahverkehr.
Plötzlich geht das Licht aus was tun bei Strom.
Stadtbewohner entdecken das Landleben.
Stadtbewohner leben umweltfreundlicher.
Trend: Großstädter machen Urlaub im Wald.
Warum Licht für unser Wohlbefinden wichtig ist.
Was tun, wenn es Nacht wird? Lichtquellen vergangener Zeiten.
Wohnungsnot in Metropolen.
Zurück zur Startseite
⚠️ Ila ma t7rktich ghadi tkhrej mn Session b3d 30s!