Österreich Pool

Und das nicht nur in Seen, Teichen oder Freibädern, Ein Blick über die Gartenzäune des Landes macht deutlich: Die Österreicher schwimmen zunehmend gerne zu Hause. Die Poolbranche schätzt die Anzahl der Poolbesitzer in Österreich auf etwa 90.000 bis 150.000. Im Vergleich zu Deutschland ist Österreich wesentlich dichter mit Polls besiedelt. Warum Swimmingpools so beliebt sind, darüber herrscht Uneinigkeit. Manche Vertreter der Branche sehen darin eine Reaktion auf wirtschaftlich unsichere Zeiten. Da investierten die Leute gerne in die eigenen vier Wände und in den Garten inklusive Pools, meinen sie. Andere sehen darin einen Ausdruck des allgemeinen Wellness-und Gesundheitstrends. Auch die Sehnsucht nach dem Meer wird bisweilen als Argument für den ausgeprägten Wunsch nach einem Pool vorgebracht. Das allein kann es aber wohl nicht sein, denn als stärkster Poolmarkt in Europa gilt nach wie vor Frankreich. Branchenkenner führen den Boom aber auch auf finanzielle Gründe zurück. Dass der Umsatz in den vergangenen Jahren stetig angestiegen ist, sehen viele im Angebot an preisgünstigen Pools begründet. Vor 20 Jahren sei ein eigenes Schwimmbad noch ein absolutes Luxusgut gewesen. Jetzt gebe es immer mehr Alternativen, die einen Pool erschwinglich machen. Welche Gründe auch ausschlaggebend sein mögen: Die Branche besitzt durchaus noch Potenzial, da sind sich alle einig. Laut einer kürzlich durchgeführten Studie träumt nämlich beinahe jeder zweite Österreicher von einem Pool. An erster Stelle der Wohnungswünsche steht er zwar nicht: So hat für 97 Prozent der befragten Österreicher die Traumimmobilie einen Balkon, eine Loggia oder eine Terrasse, und 92 Prozent wünschen sich eine Garage. 82 Prozent sehnen sich nach einem Garten, und 46 Prozent nach einem Swimmingpool - und zehn Prozent besitzen auch einen solchen. Dabei gibt es regionale Unter schiede. In absoluten Zahlen gibt es die meisten Pools in Wien und Niederösterreich. Pro Kopf gerechnet gibt es aber in Vorarlberg die meisten privaten Schwimmbäder. Einen nagelneuen Pool hat auch die 37-jährige Rija in ihrem neuen Zuhause. Die Wienerin ist mit ihrem Lebensgefährten vor kurzem nach Nieder Österreich gezogen. ‚Es war immer mein Traum, einen Pool zu haben‘, sagt sie. Nun kann sie den Sommer im eigenen Pool genießen. Neben der Entspannung und Abkühlung hat der Pool für sie noch einen weiteren Wert: ‚Der Pool hat Leben in den Garten gebracht. Es haben sich schon alle möglichen Bekannten zum Schwimmen angemeldet‘, sagt sie. ‚Denen drück ich aber vorher einen Spaten in die Hand - ein Teil vom Garten ist ja noch Baustelle.‘ Tatsächlich schweißt so ein Pool nicht nur die Nachbarschaft zusammen. Es ist auch die beste Werbung für weitere Becken. ‚Kaum hat einer in einer Siedlung einen Pool, hat der Nachbar spätestens nach zwei Jahren auch einen‘, meint ein Branchenvertreter. Besonders deutlich wird das in Kleingartensiedlungen, bei denen ein kleines Schwimmbecken schon beinahe zur Grundausstattung gehört. Doch manche Menschen bevorzugen naturnahe Schwimmteiche. Nach Schätzungen macht den Anteil der Schwimmteiche am Schwimmanlagen markt rund 15 Prozent aus. In den vergangenen Jahren ist die Nachfrage nach Schwimmteichen stark gestiegen. Das hat auch zur Entwicklung von Naturpools geführt. Optisch ein klassischer Swimmingpool, kommt der Naturpool gänzlich ohne Chemikalien aus. Hier wird das Wasser durch Pumpen und Filtersysteme sauber gehalten. Bei der natürlichen Variante geht es übrigens bei 35.000 Euro los. Dafür spart man sich das jährliche Befüllen und Putzen. Das jährliche Befüllen von Pools aus den Was Sehleistungen kann in manchen Regionen gelegentlich zu Wasserknappheit führen. Das betrifft aber meist nur jene Gemeinden, die von sehr kleinen Wassergenossenschaften versorgt werden. In Wien fällt die Befüllung der Pools kaum auf. Was den Leiter des Wiener Rohrnetzes eher stört, ist der Wasserdiebstahl über Hydranten, also über die Zapfstellen in den Straßen für Feuerwehr und Straßenreinigung. Denn wer es besonders eilig hat, kann seinen Pool auch über die Hydranten befüllen. Das geht schneller, muss aber angemeldet werden und kostet Geld. Generell gebe es aber keine Wasserknappheit. Es sei genug Wasser für alle da, so die Wasser Versorger. Fürs Auffüllen von Pools, aber auch fürs Blumengießen, zum Duschen - und auch zum Trinken, ‘Wir verwenden in Österreich nur ein Prozent der vorhandenen Wasserressourcen‘.

1. Einige Vertreter der Poolbranche denken, dass

2. Rija ist der Meinung, dass

3. Laut einer Studie

4. Naturpools

5. In Wien

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