Weniger Euro-„Blüten“ in Deutschland und Europa

Frankfurt/Main/Brüssel (dpa) – Jeder hat schon einmal von ihnen gehört: „Blüten“, ein Synonym für Falschgeld. Aber wie viel Falschgeld gibt es wirklich? Tatsächlich wurden im vergangenen Jahr weniger Euro-Scheine, aber mehr Falschmünzen in Umlauf gebracht als im Vorjahr. Die Zahl der entdeckten gefälschten Papierscheine sank in Europa um 5 Prozent auf 560.000 Scheine. In Deutschland sank gegenüber der restlichen Euro-Zone die Zahl der „Blüten“ noch deutlicher: Grund dafür: Im vergangenen Jahr konnte die Polizei in mehreren europäischen Ländern Fälscherwerkstätten aufspüren und Verteilerringe zerschlagen. Dennoch ist der wirtschaftliche Schaden insgesamt gestiegen, teilte die Europäische Zentralbank in Frankfurt und das Bundeskriminalamt in Deutschland mit. Die Polizei nahm im vergangenen Jahr rund 46.000 „Blüten“ aus dem Verkehr; der Schadensumme belief sich laut Bundesbank auf 3,2 Millionen Euro.
Am häufigsten wurden nach Angaben der Polizei 20-Euro-Scheine nachgemacht, gefolgt von 50-Euro-Scheinen. Während europaweit 20-Euro der beliebteste Schein für Fälscher ist (mit 36 Prozent am gesamten Falschgeldaufkommen), ist es in Deutschland der 50-Euro-Note (mit 41 Prozent). Einen deutlichen Rückgang verzeichneten die Fahnder derzeit bei 100-Euro-„Blüten“. „Die Fälscher suchen offenbar andere Werte auszuweichen“, sagte der Bundesbank-Sprecher. Die Notenbanken forderten die Bürger daher zu erhöhter Wachsamkeit auf. Bei kleinen Summen seien meist einfach Test (Fühlen-Kippen-Sehen) Fälschungen leicht von echten Banknoten zu unterscheiden.
Dagegen erreichte die Zahl falscher Münzen in Deutschland einen Rekord. Nach Angaben der EU-Kommission wurden im vergangenen Jahr fast 167.000 Euro-Münzen entdeckt – ein Zuwachs von 53 Prozent. Besonders beliebt waren bei den Fälschern 2-Euro-Stücke mit dem größten Anteil. Der Jahreswert der Anzeigen war 69 Millionen Euro. Münzen fast allen europäischen Mitgliedsstaaten, besteht laut den Behörden Grund zur Beunruhigung: selbst die EU-Behörden zogen 86 Prozent aller entdeckten falschen Münzen im 2-Euro-Stücke. Laut Kommission werden die nachgemachten Münzen qualitativ zwar immer besser, die höhere Zahl entdeckter Münzen belege aber auch die verbesserten Ermittlungen von Polizei und Behörden zurück.
Die Wahrscheinlichkeit, eine gefälschte Banknote in den Händen zu halten, ist trotz der geringen Zahl der Straftäter sehr gering: Derzeit sind insgesamt 16,5 Milliarden Banknoten in Umlauf, handelt es sich nur bei 6 von 100.000 Scheinen um Fälschungen. Die Mehrzahl werde außerdem nicht von Privatleuten, sondern von Kassenpersonal, Einzelhandelsgeschäften entdeckt und sichergestellt. „Eine „Blüte“ findet, kann sie bei der Polizei oder in Banken abgeben. Einen Ersatz erhält man allerdings nicht.
Laut Europäischer Zentralbank werden es die Geldfälscher künftig noch schwerer haben. In den Laboren gibt es nach Auskunft der Notenbanken – zum Beispiel einem Münchener Unternehmen – besonders fälschungssichere Drucktechniken. Er beinhaltet die Seriennummer und Kern jeder Banknote. Diese Daten könnten zukünftig aber per Laser sichtbar gemacht und mit einer Bankverifikation überprüft werden. Insgesamt hat der Einbau fälschungssicherer Elemente, wie einer Farbwechsel-Farbe je nach Betrachtungsperspektive und Scannern oder Hologrammen, den Geldfälschern das Handwerk erschwert.

1. Die Anzahl der

2. Es werden immer mehr Falschmünzen entdeckt, weil

3. Die meisten gefälschten Geldscheine werden

4. Man bekommt Falschgeld nur selten zu sehen, da

5. Künftig wird die Herstellung von Falschgeld noch schwieriger, weil

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